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Neues Jagdgesetz wurde verabschiedet

Jäger und Verpächter von Jagdrevieren in Rheinland-Pfalz sollen künftig mehr Verantwortung für ihre Gebiete übernehmen. Ein entsprechendes neues Jagdgesetz verabschiedete der Landtag in Mainz mit den Stimmen der SPD-Regierungsfraktion und der FDP-Opposition. Die oppositionelle CDU wandte sich mit ihrer Stimmenminderheit dagegen.
Laut dem novellierten Gesetz sollen die Mindestpachtdauer verringert und somit manche Reviere für Jäger attraktiver werden. Staatliche Abschussvorgaben gibt es künftig nur noch in Extremfällen, ansonsten treffen Verpächter und Jäger untereinander Vereinbarungen. Zudem soll es einfacher und billiger werden, den Jagdschein zu machen. Auch der Tier- und Artenschutz spielt im neuen Jagdrecht eine größere Rolle. Dazu wurde unter anderem die Liste der Tiere überarbeitet, die dem Jagdrecht unterliegen.
Zudem wird die Jagd im Umkreis von Wildbrücken verboten. Auf diesen Übergängen können Tiere gefahrlos Straßen überqueren. Spaziergänger, die ein verletztes oder krankes Tier finden, dürfen dieses künftig selbst versorgen, wenn keine Hilfe vom Jagdpächter, der Polizei oder der Gemeinde- und Forstverwaltung möglich ist.
Neben den Rechten der fast 18.000 Jäger im Land sollen auch die Belange der Verpächter von Jagdgrundstücken stärker berücksichtigt werden. Bei besonders großen Ernteausfällen wegen hungriger Wildschweine und Rehe oder Verbissschäden an Bäumen sollen die Jagdbehörden Mindestabschusspläne festsetzen können. Das Einhalten dieser Pläne muss von den Jägern künftig nachgewiesen werden. DJV