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Neues von Isegrim


Wie die Fachzeitschrift "Land & Forst" berichtet, hat das Wolfsbüro in Hannover einen an Räude erkrankten Wolf im Ostenholzener Moor (Heidekreis) bestätigt. Prof. Dr. Michael Stubbe von der Uni Halle habe geraten, schnell zu handeln. Denn zum einen müsse verhidnert werden, dass weitere Tiere befallen werden und des Weiteren könne durch eine Entnahme ein langer, qualvoller Tod verhindert werden. Das Wolfsbüro sieht das offenbar anders. In der wärmeren Jahreszeit bestehe die Möglichekit der Ausheilung der Krankheit. Und wenn nicht, sei das eben eine natürliche Selektion.

Währenddessen wurde jetzt bekannt, dass bereits Anfang April vermutlich einer der Großräuber ein frisch gesetztes Kalb gerissen hat. Der Wiederkäuer stand gemeinsam mit 200 Mutterkühen auf einer Weide bei Grambow (Kreis Nordwestmecklenburg). Aufgrund einer Größe von rund 400 Hektar sei diese nicht einzuzäunen.

Am vergangenen Mittwoch schlug der Umweltminister von Brandenburg, Jörg Vogelsänger, bei einer öffentlichen Diskussionsrunde erstaunlich deutliche Worte an. "Keiner konnte wissen, dass es solche Ausmaße annimmt", sagte er bei "Antenne Brandenburg". Offziell geht man davon aus, dass es derzeit etwa 200 Wölfe in Brandenburg geben soll, Bauern gehen jedoch eher von bis zu 600 Exemplaren aus. Gemeinsam mit der Jägerschaft hatten sie in der Vergangenheit immer wieder vor einer schnell wachsenden Population gewarnt.


Benedikt Schwenen ist seit 2011 bei den dlv-Jagdmedien. Der gebürtige Emsländer beschäftigt sich überwiegend mit aktuellen und jagdpolitischen Themen.
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