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Neues im Fall Jagszent

Verwaltungsgebäude des Müritz-Nationalparks in Hohenzieritz. Foto: HK © HK

Nach den vorliegenden Ergebnissen mache man die "Dinge" gerichtsfest und arbeite die Vorwürfe für ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ab, so Backhaus. Auch wenn keine Namen genannt wurden, war klar, dass es vor allem um den Dezernatsleiter im Nationalparkamt Falk Jagszent (ÖJV) ging, dessen Jagdmethoden für erhebliche Aufregung gesorgt hatten (wir berichteten). Neben Ordnungswidrigkeiten sollen auch strafrechtlich relevante Punkte angesprochen worden sein.
Bei der Sitzung kritisierte der Minister deutlich, dass ein Jagd-Teilnehmer beispielsweise an einem Tag zehn Dam-Alttiere erlegt habe. Besprochen wurde auch der Brief, den der Förderverein Nationalpark Müritz, ÖJV, NABU und BUND mit teilweise diffamierendem Inhalt gegen den Vorsitzenden des Kreisjagdverbandes, Volker Koch, sowie einen Hegeringsleiter an den Minister geschrieben hatten. Die Aufforderung, nach den jetzt vorgestellten Ergebnissen eine offizielle Entschuldigung auszusprechen, lehnte Albrecht von Kessel, Vorsitzender des Fördervereins, ab.
Der Minister sagte bezüglich der Jagd im Nationalpark deutliche Änderungen zu. Der Interimsjagdleiter Matthias Puchta, der derzeit die Herbstjagden vorbereitet, bestätigte, dass es Jagden in der Größe nicht mehr geben wird. Zudem sollten zukünftig mehr Begehungsscheininhaber und ortsansässige Jäger einbezogen werden. Backhaus wies auch darauf hin, dass die Revierförster zukünftig wieder deutlich mehr Eigenständigkeit erhalten sollen, als es zu Jagszents Ägide der Fall war. Bis zur endgültigen Klärung des Falls wird Falk Jagszent außerhalb des Nationalparks Dienst tun.
HK