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Neuer Wolfsmanagement-Plan sieht weiterhin keine Bejagung vor

Wolf-laeuft-Wiese © Dirk - stock.adobe.com
Auch in Mecklenburg-Vorpommern wird der Wolf immer mehr zu einem Problem.

Mecklenburg-Vorpommern hat einen neuen Wolfsmanagement-Plan veröffentlicht. Nachdem der vorherige Plan aus dem Jahr 2010 stammte, es aber in den vergangenen Jahren zahlreiche Weiterentwicklungen beim Thema Wolf gab, sei es an der Zeit gewesen, den Managementplan neu zu strukturieren und thematisch zu erweitern. Für den Prozess wurde die AG Wolf neu einberufen, zu der neben Bauernverband, Landesschaf- und Ziegenzuchtverband auch der Landesjagdverband, der NABU sowie der BUND Mecklenburg-Vorpommern gehörten.

Mecklenburg-Vorpommern setzt auf neue Bundesregierung

In vielen Punkten konnte Einigkeit erzielt werden, jedoch nicht beim Thema Wolfsabschuss. „In der Diskussion wird von verschiedenen Seiten immer wieder gefordert, in ein aktives Bestandsmanagement einzutreten. Dies ist aber derzeit rechtlich nicht möglich. Solange für die Art Wolf nicht der günstige Erhaltungszustand erklärt worden ist, kann es keine Bewirtschaftung des Wolfsbestandes geben. Ich vertraue darauf, dass die neue Bundesregierung drauf hinarbeiten wird, dass Brüssel den günstigen Erhaltungszustand feststellt. Was den Managementplan für das Land angeht, freue ich mich sehr, dass wir diesen Prozess nun gemeinsam zum Abschluss bringen konnten“, so Umweltminister Dr. Till Backhaus.

Schritt in die richtige Richtung

„Es ist ein erster Schritt in die richtige Richtung – nicht mehr und nicht weniger“, schätzt Detlef Kurreck, Präsident des Bauernverbandes MV, den neuen Wolfsmanagementplan des Landes ein. Maßgeblich sei vor allem die Feststellung des günstigen Erhaltungszustandes des Wolfes. „Wir erwarten, dass das Land seiner Bekräftigung zügig Taten folgen lässt und die Feststellung auf Bundes- und Landesebene vorantreibt“, so der Präsident des Bauernverbandes MV. „Unter dieser Voraussetzung könnten wir endlich zu einem aktiven Wolfsmanagement übergehen und den Wolf wie jedes andere Wildtier hegen, pflegen und im Bestand regulieren.“


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