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Neuer Problembär?

Der betäubte Braunbär "M13" bei einer früheren Besenderungs-Aktion. Foto: Amt für Jagd und Fischerei Graubünden © Amt für Jagd und Fischerei Graubünden

Während der Ostertage konnte mehrmals im Grenzgebiet zwischen Graubünden und Tirol ein Braunbär beobachtet werden, der ungewöhnlich wenig Scheu vor Menschen zeigte. Bei den ersten Sichtungen hieß es in verschiedenen Medien, dass es keinen Anlass gäbe, den Bären mit der Benennung „M13“ als „Problembär“ zu bezeichnen.
Doch das änderte sich in den letzten Tagen. Neben mehreren Bienenstöcken hat Meister Petz jetzt in einem Gehege eine Ziege gerissen. Um das Tier besser überwachen zu können, betäubten Wildhüter "M13" in der Nacht zu Mittwoch (11. April 2012) und besenderten ihn. Des Weiteren soll er künftig mit Gummigeschossen und Knallkörpern aus siedlungsnahen Bereichen vertrieben werden. Auch erhoffen sich die Wildhüter, dass dadurch die natürliche Fluchtdistanz gegenüber dem Menschen wieder hergestellt wird, teilt das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden mit.
Durch die Betäubungsaktion konnte eindeutig festgestellt werden, dass es sich bei dem zweijährigen, rund 120 Kilogramm schweren Bären um einen Verwandten des im Sommer 2006 in Deutschland geschossenen „Problembär Bruno“ handelt. Da "M13" im Januar dieses Jahres sein GPS-Halsband verlor, konnte er unbemerkt von Südtirol bis Graubünden ziehen.
BS