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Neue Zeckenart entdeckt

Auwaldzecken: Sie sind bekannt als Überträger der Hundemalaria. Foto: NLGA © NLGA

Die bisher in Niedersachsen gesammelten Auwaldzecken tragen allerdings nicht die für den Menschen gefährlichen Frühsommer-Meningoenzephalitis-Viren (FSME) oder Borreliose-Bakterien in sich. Vielmehr sind Auwaldzecken dafür bekannt, dass sie die Babesiose, auch Hundemalaria genannt, übertragen.
Seit sechs Jahren untersucht die Gesundheitsbehörde systematisch das Zeckenvorkommen in ausgewählten Regionen Niedersachsens. Im vergangenen Monat wurde dieses Zeckenmonitoring auf das ganze Land ausgeweitet. Die häufigste durch Zecken verursachte Krankheit in Deutschland ist die Lyme-Borreliose, die erst seit Ende der 1980er Jahre bekannt ist. In der Region Cuxhaven wiesen 30 Prozent der untersuchten Zecken Borrelien auf, in der Region Hannover/ Nienburg waren es etwa 14 Prozent und im Harz vier Prozent. Dagegen gelte Niedersachsen nach wie vor nicht als FSME-Risikogebiet, wie Masyar Monazahian vom Landesgesundheitsamt betonte. Das gefährliche FSME-Virus, das eine Hirnhautentzündung verursachen kann, trugen nur vier von knapp 9000 in der Behörde untersuchten Zecken in sich.
dpa