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Neue Verordnung: Katzen kastrieren wird Pflicht

Streunende Hauskatzen sind für den Wildkatzenschutz als auch für die Singvögel eine Gefahr.


Alle Freigänger im Rhein-Sieg-Kreis müssen ab sofort kastriert, gechipt und registriert werden. Das bestätigte die Kreisverwaltung auf Nachfrage von jagderleben. Dies gilt für alle Samtpfoten ab einem Alter von fünf Monaten, erklärt Dr. Hanns von den Driesch, Leiter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes. Ein entsprechender Kastrationsnachweis müsse dabei von den Haltern auf Nachfrage vorgelegt werden müssen.

Hohe Geldstrafen drohen

Die neue Katzenverordnung wurde bereits am 6. Juli beschlossen und ist schon in Kraft. Wer sich nicht an die neuen Bestimmungen hält, kann mit einer Geldbuße von bis zu 1.000 Euro belegt werden. Trotz jahrelanger Kastrationsaktionen ehrenamtlich tätiger Tierschützer sei die Zahl der Streuner nicht gesunken. Bis zu 10 000 verwilderte Katzen soll es im Rhein-Sieg-Kreis geben. Die meisten davon seien krank. Darüber hinaus würden die Freigänger einen starken Jagddruck auf schützenswerte Kleinvögel, Bodenbrüter, Kleinsäuger und Reptilien ausüben.

Rot-grüne Fehler ausmerzen

Seitdem die nun abgewählte rot-grüne Regierung mit der Einführung des „Ökologischen Jagdgesetzes“ das Töten verwilderter und herrenloser Hauskatzen verboten hat, berichten viele Landkreise in NRW von solchen Problemen. PM/BS


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