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Neue Offenheit bei Saarforst

Saarforstleiter Hans-Albert Letter will Gräben zwischen Forst und Jägerschaft zuschütten.  Foto: Günther Klahm © Günther Klahm

Man wolle nicht mehr kategorisch „Wald vor Wild“, sondern – wie von Umweltministerin Anke Rehlinger (SPD) auf dem Landesjägertag 2013 bereits angekündigt – „Wald und Wild“.
Der Grundsatz gelte jedoch unter der Einschränkung, dass auf verjüngungswürdigen Flächen der Wald Vorrang habe. Diese Flächen seien aber zeitlich und räumlich begrenzt, betonte Letter. Mit der natürlichen Verjüngung der Nadelbäume und der Mehrzahl der Laubbaumarten, insbesondere der Buche, habe man nun bei einem Naturverjüngungsanteil von nahezu 95 Prozent „dank der intensiven Bejagung seit 20 Jahren“ keine Probleme mehr. Lokal gäbe es aber noch ein paar Schwierigkeiten bei der Verjüngung von Edelbaumarten, insbesondere mit der Eiche. In geschlossenen Waldungen ist für Letter eine Rehwilddichte von zehn bis elf Stück pro 100 Hektar zu verkraften. Anders sei dies aber z.B. im Bliesgau mit seinem Feld-Wald-Gemenge. Dort stehe das Rehwild während des Sommers im Getreide und im Winter im Wald: Damit sei der Verbiss sehr hoch. Allein mit der Jagd sei dagegen nicht anzukommen. Hier müssten Verjüngungsflächen auch umzäunt werden.Hans–Albert Letter gibt sich optimistisch, dass bei gutem Willen auf allen Seiten Gräben zugeschüttet werden und in einem Miteinander auch in Zukunft ein erfolgreiches und zufrieden stellendes Jagen möglich sein wird.
Günther Klahm