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Neue Filme von Isegrim

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Samstag, 07.06.2014 - 02:10
Der Wolf am geschossenen Stück, doch angeschnitten hat er nicht. Foto: youtube © youtube

Der Jäger Max Walch hatte im Vorarlberger Revier „Zuppert“ nahe der Skiabfahrt Richtung Zug ein Jagderlebnis der besonderen Art (siehe Link unten). Nachdem er einen Schmalspießer und ein –tier erlegt hatte, wechselte vom Waldrand her ein Wolf an. Rund 30 Minutenbeobachtete Walch, wie er sich dem erlegten Rotwild näherte und an ihnen herumzupfte. Angeschnitten wurde aber keines der beiden Stücke. Der Wildbiologe DI Hubert Schatz war gleich am darauffolgenden Tag vor Ort, um eine DNS-Probe zu gewinnen. Das Ergebnis kann Wochen dauern, bis man endgültige Gewissheit erlangt, ob es sich tatsächlich um einen wilden Grauhund handelt. Vieles spricht dafür, während das Nicht-fressen doch etwas überrascht, so Schatz.
Gleiches Glück eines seltenen Anblicks hatte Revierlieter Gerd Jantzen vom Niedersächsischen Forstamt Unterlüß (Kreis Celle). Zunächst beobachtet er ein Stück Rotwild. Dann erschien ein Wolf, der die vermeintliche abspringende Beute kurz anjagte, doch schnell wieder abließ und ihn die entgegensetzte Richtung abmarschiert (siehe Link unten). Bereits 15 Minuten später tritt der gleiche Hirsch wieder aus und äst seelenruhig weiter.
Unterdessen gab das Schweizer Bundesamt für Umwelt (BAFU) bekannt, das man den Abschuss von Wolf und Luchs erleichtern wolle. Demnach sollen künftig die Großräuber „bei einem gesicherten Bestand“ bejagt werden dürfen, heißt es in einer Pressemitteilung des BAFU. Genaue zahlen wurden aber nicht genannt. Ebenso werden die Bedingungen zum Abschuss von Einzeltieren herabgesetzt. Reißt also ein „schadenstiftendes Tier“ bei drei Angriffen zehn Schafe, darf geschossen werden. Heute gilt die Abschuss-Voraussetzung: binnen vier Monaten 35 Schafe oder innerhalb von einem Monat 25 Schafe. Die neuen Konzepte könnten bis zum 5. September laufenden Beratungsphase noch einmal überarbeitet werden, bevor sie voraussichtlich im Frühjahr 2015 in Kraft treten.
MS/BS


Den Film vom Vorarlberger Wolf finden Sie hier.

Den Film vom Celler Wolf finden Sie hier.