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Neuanfang im Katastrophengebiet

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Donnerstag, 19.09.2013 - 18:35
Auch das Filmteam von jagderleben-TV war beim Ortstermin an der Isarmündung mit dabei. Foto: JMB © JMB

Ein Brennpunkt des Hochwassergeschehens dieses Sommers war der Zusammenfluss von Donau und Isar nahe der Stadt Deggendorf. Tagelang stand dort das Wasser nach einem schlagartigen Deichbruch meterhoch in den Niederungen. Zig Quadratkilometer waren überschwemmt. Nun macht sich die Jägerschaft daran, die verwüsteten Reviere wieder wildfreundlich zu gestalten. Der Bayerische Jagdverband (BJV) will sie dabei unterstützen.
Bei einem Vor-Ort-Termin hat BJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Vockke die Möglichkeiten dazu sondiert. Wieviel Wild der Flut zum Opfer gefallen ist, lässt sich nur sehr schwer sagen. Fakt ist jedoch, dass so gut wie keine Rehe, Hasen oder Fasane die Katastrophe überlebt haben. Selbst das Schwarzwild kam dabei um.
Die geografische Lage des Gebietes ist das eigentliche Problem: Abgeschottet durch die Flüsse Donau und Isar sowie durch die Autobahn BAB 92 und die Stadt Plattling, ist nicht damit zu rechnen, dass diese Fluren von alleine zügig wiederbesiedelt werden.
Vocke hat den Deggendorfer Jägern Hilfe zugesagt. In erster Linie will sich der Verband bei der Sanierung der Lebensräume engagieren. Hierfür soll es Mittel aus der Jagdabgabe geben. Gleichzeitig prüft man jedoch auch die Möglichkeit, Wildfänge in nennenswertem Umfang dort anzusiedeln.
Erste - zunächst noch symbolische - Aktionen als Zeichen für den Neuanfang hat es bereits gegeben: Der BJV-Präsident brachte einen Sack Saatgut zur Anlage einer Wildäsungsfläche mit. Außerdem konnte eine trächtige Feldhäsin, die im Rahmen eines Forschungsprojekts gefangen worden war, dort freigelassen werden.
JMB

Link: Ein Video vom Hochwasser und dem Ortstermin finden Sie hier


Neuanfang im Flutgebiet

Das Überflutungsgebiet im Juni 2013. Foto: JE-TV

Das Überflutungsgebiet im Juni 2013. Foto: JE-TV

Der Stadtteil Fischerdorf und die umliegenden Gehöfte mussten evakuiert werden. Foto: JE-TV

Der Stadtteil Fischerdorf und die umliegenden Gehöfte mussten evakuiert werden. Foto: JE-TV

2500 Euro haben die Deggendorfer Jäger für Flutopfer gespendet. 1000 Euro davon kamen von der Kreisgruppe Neumarkt. Foto: KG-DEG

2500 Euro haben die Deggendorfer Jäger für Flutopfer gespendet. 1000 Euro davon kamen von der Kreisgruppe Neumarkt. Foto: KG-DEG

Für eine Fluthelfer-Fest spendeten die Künzinger Jäger über 30 Kilo Reh-Rollbraten. Foto: JMB

Für eine Fluthelfer-Fest spendeten die Künzinger Jäger über 30 Kilo Reh-Rollbraten. Foto: JMB

Bei einem Ortstermin informierte sich BJV-Präsident Vocke über die Folgen der Flut. Foto: JMB

Bei einem Ortstermin informierte sich BJV-Präsident Vocke über die Folgen der Flut. Foto: JMB

Im Rahmen eines Forschungsprojektes wurde eine Trächtige Feldhäsin gefangen. Foto: BJV

Im Rahmen eines Forschungsprojektes wurde eine Trächtige Feldhäsin gefangen. Foto: BJV

Ein erster Anfang: Die trächtige Feldhäsin wurde im ehemals überfluteten Gebiet freigelassen. Foto: JMB

Ein erster Anfang: Die trächtige Feldhäsin wurde im ehemals überfluteten Gebiet freigelassen. Foto: JMB