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Ein Neu-Berliner: Der Serval

Ähnelt dem europäischen Luchs: Der afrikanische Serval. Foto: Schuyler Shepherd/ Wikipedia © Schuyler Shepherd/ Wikipedia

In einem Waldgebiet im Norden Berlins ist ein Serval gesichtet worden. Das bestätigte ein Mitarbeiter der Senatsverwaltung auf Anfrage der Redaktion. Ein Bürger hat das Tier zwischen zwei Autos fotografiert. Zwei Wildtierexperten haben die Aufnahme begutachtet und kamen zu dem Schluss, dass es sich um einen Serval handelt.
Der Serval ist eine afrikanische Wildkatze, die in den Savannen südlich der Sahara beheimatet ist. Servale sind auffällig gezeichnet, ihr Fell weist ein Muster aus schwarzen Streifen und Flecken auf gelblichem Grund auf. Die Katze wird bis zu einem Meter lang und erreicht eine Schulterhöhe von rund 60 Zentimetern. Gut zu erkennen sind die langen Beine sowie die großen Ohren. Servale wiegen bis zu 18 Kilogramm. In seiner Heimat ernährt sich die Wildkatze überwiegend von Nagetieren bis Hasengröße, Eidechsen und Wildhühnern.
Eine Gefahr für Menschen geht von dem scheuen Tier wohl nicht aus. Offenbar werden in Berlin und Brandenburg etliche Servale und Hybriden von Hauskatzen und Servalen gehalten, was eine behördliche Haltungsgenehmigung erfordert. Derzeit läuft eine Anfrage bei den registrierten Haltern des exotischen Tiers, um zu klären, ob eines ausgebüxt ist. Als wahrscheinlicher gilt jedoch, dass ein schwarz gehaltener Serval entlaufen ist oder ausgesetzt wurde.
Forstbeamte und Stadtjäger wurden aufgefordert, Serval-Sichtungen zu melden und das Tier nach Möglichkeit zu fangen. Letzteres dürfte nach Ansicht von Experten jedoch äußerst schwierig werden. Höchstens der Besitzer hätte eine Chance, den flüchtigen Serval anzulocken. Servale sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt, obwohl die Art nicht als gefährdet gilt. Eine Erlegung des hierzulande nicht dem Jagdrecht unterliegenden Tiers ist untersagt. SE