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Ja zum Naturschutz - Nein zur Natur

Hirsch und Reh am Waldesrand? Die Jugend hat immer mehr Probleme heimisches Wild zu erkennen. Foto: RW © RW

Hirsch und Reh am Waldesrand? Die Jugend hat immer mehr Probleme heimisches Wild zu erkennen. Foto: RW


Aus einer Pressemeldung der DWS wird vor allem deutlich, dass die 1407 Befragten das Thema Umweltschutz wichtig finden (84 %). „Doch das heißt im Umkehrschluss nicht, dass die Befragten über ein größeres Wissen über Wildtiere und -pflanzen verfügen oder gar häufiger Zeit in der Natur verbringen“, sagt Michael Miersch, Geschäftsführer der Stiftung.
Zwischen Wunsch und Wirklichkeit scheinen doch große Unterschiede zu herrschen. Denn ein Thema als wichtig einzustufen heißt, nach den Ergebnissen dieser Umfrage nicht zwangsläufig, dass man sich damit befasst oder darüber etwas weiß. Bei der Frage „Wo sollte man sich auskennen?“, landete das Thema Natur nur auf dem achten Platz, insgesamt standen 18 Antwortmöglichkeiten zur Wahl. Im Vergleich dazu steht Rechtschreibung auf dem ersten Platz, es folgen Gesundheitsvorsorge und der Umgang mit Computern.
Des Weiteren wird deutlich, dass sich jüngere Generationen deutlich weniger in der Natur aufhalten und dort auch während ihrer Kindheit weniger Zeit verbracht haben. So gehen zwei Drittel der 60- bis 69-Jährigen in ihrer Freizeit wandern, im Vergleich dazu nur 35 Prozent der 14- bis 19-Jährigen. Außerdem halten die Jüngeren die Naturbildung für weniger essenziell. Ein deutlicher Unterschied ließ sich auch zwischen Männern und Frauen feststellen. Während Frauen dem Tierschutz bei „wichtigen Bauvorhaben“ den Vorrang gaben (48 %), wollen nur 36 Prozent der Männer, dass ein Bauprojekt wegen einer bestimmten Tierart gestoppt wird (rund 22 % enthielten sich).

PM/RW