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Naturschutz auf dem Irrflug

Der Gänsegeier wird wohl nur ein Kurzbesucher bleiben. Foto: Armin Hafner<br> © Armin Hafner

Der Versuch, im Oberen Donautal bei Beuron (Landkreis Sigmaringen), Gänsegeier anzusiedeln, ist bisher gescheitert. Seit zwei Jahren legt die süddeutsche Geierinitiative auf einer eingezäunten Fläche von ungefähr 2 500 Quadratmeter Fallwild oder tote Eintagsküken als Futter aus. Diesen Futterplatz stellt ein eingefleischter "Geierfan" zur Verfügung. Immer wieder kommen vereinzelnd Exemplare aus Südfrankreich und Spanien zu Besuch in die Region. Zu einem längeren Aufenthalt, oder gar Brutgeschäft kam es jedoch nie. Das Umweltministerium lehnt eine Wiederansiedelung mit Hilfe flugunfähiger Geier aus Südeuropa ab, weil die reinen Aasfresser im Donautal kein natürliches Nahrungsangebot fänden und eine dauerhafte Fütterung nicht infrage komme. Auch die örtliche Jägerschaft um Armin Hafner, Leiter des Hegering Meßkirch, verhält sich eher zurückhaltend. Nach Angaben gegenüber jagderleben.de sind die Greife "eh nie länger als ein bis zwei Tage in der Gegend" und es gäbe durch ihre Anwesenheit "keinerlei Auswirkungen auf die Jagd", so Hafner. BHA/BS