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natur+mensch: Jägerstiftung ruft Jäger zum Mitmachen auf

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Die Jägerstiftung natur+mensch warnt: Jäger müssen sich zu Wort melden, sonst droht der Jagd eine staatliche Überreglementierung. Diese nütze nur der Holzwirtschaft, nicht aber der Natur. "Ich lass' das Reh im Wald" lautet das Kampagnenmotto der Stiftung. Jäger sind aufgerufen, sich zu beteiligen und Stellung in der Öffentlichkeit zu beziehen. Jägersein verpflichtet, klar aber wozu? Das Bundesjagdgesetz sagt: zur Hege. Ist es demnächst erste Jägerpflicht, als Dienstleister einer ertragsoptimierten Waldwirtschaft Wildtiere als "Schädlinge" zu bekämpfen und möglichst kurz zu halten? Dies entspräche dem Willen der Allianz zwischen dem Bundesamt für Naturschutz (BfN), dem Deutschen Forstwirtschaftsrat (DFWR) und der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft (ANW) ihre Formel: "Wald vor Wild". In der Zusammenfassung der von ihnen in Auftrag gegebenen Studie "Der Wald-Wild-Konflikt" fordern die Organisationen die "hohe politische Ebene" zum Handeln auf: Der Gesetzgeber soll die Jagd vom Waldschadensaspekt her reglementieren. Das Rehwild vor allem soll drastisch reduziert werden. Darum soll es zum Beispiel einen Mindestabschussplan geben, verbunden mit Sanktionen bei Verstößen.

Mit ihrer Kampagne hält die Jägerstiftung natur+mensch dagegen. Es sei zu einfach, das Reh zum Sündenbock zu stempeln, meint ihr Vorsitzender Jochen Borchert. Positive Wirkungen der Wildtiere zum Beispiel für die biologische Vielfalt und für die jagdliche Wertschöpfung müssten in die Diskussion einbezogen werden. Entscheidend sei, dass sich Jagd, Waldbau und Naturschutz vor Ort im gemeinsamen Willen zusammenfinden, für alle Seiten Gewinn bringende Lösungen zu erarbeiten. In Schieflage gerät die Argumentation vollends, wenn die Erhaltung der biologischen Vielfalt als Begründung für die geforderten Gesetzesänderungen angeführt wird.

Das Bundesamt für Naturschutz selbst stellte kürzlich in seiner Schriftenreihe "Natur und Landschaft" klar: "In den Wäldern ist nach wie vor die forstliche (Intensiv-)Nutzung der mit Abstand bedeutendste Gefährdungsfaktor" (Heft 5, S. 1849). Weitere Informationen: www.jaegerstiftung.de. DJV