Home News Naturlandschaft Döberitzer Heide: Wisent-Stier verendet

Naturlandschaft Döberitzer Heide: Wisent-Stier verendet

Wisent-Stier verhungert?

Haarsträubende Zustände: Ein in der Döberitzer Heide verendetes Wisent.


Die hohe Schwarzwilddichte in der Wildniskernzone der Sielmann Naturlandschaft Döberitzer Heide ist seit längerem ein Problem. "Unsere Jagd" hatte zuletzt unter dem Titel "Futternot im Paradies" in Heft 06/2017 darüber berichtet. Die Sauen brechen große Teile des eingezäunten 1800 Hektar-Areals um, sodass ein Großteil der Äsungsflächen für die dort angesiedelte Wisentherde verloren gehen. Im vergangenen Winter musste sogar zugefüttert werden. Mit eine Ursache: aus rechtlichen Gründen darf dort nicht gejagt werden.

Ende Mai entdeckte Harry Heinicke, angrenzender Revierinhaber der Döberitzer Heide, einen toten Wisent in der Wildniszone. Etwa 20 Meter weiter standen zwei abgekommene Wisente. Nach Einschätzung eines Wisent-Experten handelt es sich bei dem auf dem Foto abgebildeten toten Stück um ein etwa fünfjähriges männliches Tier. Der Stier muss schon etwa acht Wochen gelegen haben.

Auf eine entsprechende uJ-Anfrage zum Gesundheitszustand des Wisentbestandes in der Döberitzer Heide, erklärte die Sielmann-Stiftung, dass die Sterblichkeitsrate sich aktuell „im normalen Maß“ bewegt. Verluste aufgrund von „klassischem Nahrungsmangel“ gebe es nicht. Vielmehr fehle es an Feuchtigkeit zum Aufschluss der Nahrung. Deswegen seien künstliche Tränken angelegt worden, die zum Teil beheizbar sind. Reinhard Schneider


unsere Jagd Das Monatsmagazin für passionierte Jäger. Jetzt mit noch mehr Reportagen und fundierten Hintergrundberichten.
Thumbnail