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Nationalpark Schwarzwald: Erste Flächen sind jagdfrei

Jagdfreie-Zone-Nationalpark © Nationalpark Schwarzwald

Der Nationalpark Schwarzwald umfasst eine Fläche von rund 10.000 Hektar. Diese gliedern sich in drei Zonen: die Kernzone, die Entwicklungszone sowie die Managementzone. Erstgenannte wird, getreu dem Motto „Natur, Natur sein lassen“, sich selbst überlassen. Seit 1. August 2019 ruht dort auch die Jagd. Etwa ein Drittel der Nationalparkfläche ist davon betroffen. Ziel sei eine Entlastung der Privatwälder außerhalb, indem sich die Wildtiere in die Ruhezonen zurückziehen. Die übrigen 7.000 Hektar werden (vorerst) weiterhin bejagt, um die angrenzenden Wirtschaftswälder zu schützen.

Alter-Hochsitz © Daniel Müller/ Nationalpark Schwarzwald

Auf 3.000 Hektar findet keine Jagdausübung mehr statt.

"Absolutes Herzensanliegen"

Den Anstoß dieser Entwicklung gab der zuständige Wildtiermanager Friedrich Burghardt, so die Pressesprecherin des Nationalparks Schwarzwald. Seiner Meinung nach sei es u.a. die Aufgabe eines Nationalparks Wildtiere, wie Rot-, Reh- und Schwarzwild, unbehelligt vom Menschen leben zu lassen. Für ihn ist dieses Projekt ein „absolutes Herzensanliegen“. Man wolle den Tieren auf diesen Flächen den Vorrang einräumen und sich nicht mehr einmischen. Als Vorbild schaue man vor allem auf den Schweizer Nationalpark im Kanton Graubünden.

Weitere Schritte folgen

In den kommenden Jahren werden die jagdfreien Zonen weiter ausgedehnt. So strebt man für das Jahr 2030 eine Steigerung auf 51 Prozent der Fläche an. Das Ziel von 75 Prozent beruhigter Fläche soll bis 2044 erreicht werden. Bis dahin muss auch die Kernzone auf Dreiviertel der Nationalparkfläche ausgewiesen sein.

Jagdfreie-Zone-Nationalpark © Nationalpark Schwarzwald


Eva Grun hat mit 16 Jahren ihren Jugendjagdschein gemacht, jagt im Frankenwald und ist seit 2019 Volontärin bei den dlv-Jagdmedien.
Eva Grun mit Drahthaar.