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Nationalpark nimmt Hürde

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Das sind die Grenzen des geplanten Nationalparks Schwarzwald. Foto: MLRV © MLRV

Das sind die Grenzen des geplanten Nationalparks Schwarzwald. Foto: MLRV

Von der geschätzten Anschubfinanzierung in Höhe von 7,2 Millionen Euro sollen 3,9 Millionen Euro durch einen Nachtragshaushalt finanziert werden. Im Jahr 2015 sollen für die Nationalparkverwaltung um weitere 15 Stellen, im Jahr 2016 nochmals elf Stellen zur Verfügung gestellt werden. Die Nationalparkverwaltung soll dann insgesamt 89 Stellen umfassen. Nach dem Anschub soll der Park aus dem Naturschutzetat finanziert werden, den Grün-Rot bis 2016 auf 61,2 Millionen Euro verdoppelt. „Das ist ein wichtiger Tag für den Naturschutz im Land“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) bei der Vorstellung des Gesetzentwurfs. Besonders würdigte Kretschmann die breite Beteiligung der Region. Die Argumente der Gegner des Nationalparks vor allem in der betroffenen Gemeinde Forbach reichen von „Das bringt nichts und kostet nur Geld“ über „Arbeitsplatzverluste in der Sägeindustrie” bis „Hier wird die Bevölkerung nur verarscht.“
In Abstimmung mit den betroffenen Kommunen sei die Gebietskulisse in höhere Lagen verschoben worden, heißt es dagegen von Seiten des Landwirtschaftsministeriums. An einigen Stellen sei so arrondiert worden, dass die jeweiligen gemeindlichen Interessen zum Beispiel am weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien stärker berücksichtigt werden. Außerdem habe man die Grenzen des Nationalparks noch weiter als bisher in die weniger holzertragreichen Höhenlagen verschoben.Schließlich sei das ohnehin bereits vorgesehene Betretungsrecht für jedermann noch dadurch ausgeweitet worden, dass auch von den anerkannten Naturschutzvereinigungen organisierte Führungen und Wanderveranstaltungen ohne Genehmigung der Nationalparkverwaltung durchgeführt werden können.
BHA