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Nationalpark fördert bleifrei

Immer mehr Jägerinnen und Jäger verwenden bleifreie Geschosse. Foto: Jens Krüger


Darüber hinaus will die Leitung des Nationalparks Hohe Tauern den Jägerinnen und Jägern der Pinzgauer, Pongauer und Lungauer Nationalparkgemeinden die Anschaffung der Munition (max. fünf Packungen) mit 25 Prozent bezuschussen. Ausschlaggebend für diese Förderaktion (läuft bis 31. Dezember 2017) seien in erster Linie nachgewiesene Bleivergiftungen bei Greifvögeln, die von Geschossresten herrühren sollen.
Neben der Beachtung zahlreicher Forschungsergebnisse hat der NP auch eigene Tests veranlasst. Dafür wurden drei Berufsjäger mit neuen Waffen und bleifreien Patronen ausgestattet. Nach jedem Abschuss bewerteten sie Balistik, Tötungswirkung, ggf. Nachsuchen, Wildbretzerstörung und mögliche Schäden an den Büchsenläufen. Das Ergebnis nach der fünf jährigen Testphase und insgesamt 235 dokumentierten Erlegungen von Rot-, Reh- und Gamswild: Bei 94 Prozent wirkten die Geschosse unmittelbar tödlich. Die Qualität des Wildbrets wurde mit der Schulnote 1,5 bewertet. "Die Zeit ist also reif, die Verwendung bleifreier Büchsenmunition auch auf breiter Basis zu forcieren", zeigt sich die NP-Referentin und Landeshauptmann-Stellvertreterin Dr. Astrid Rössler überzeugt. Auch die Salzburger Jägerschaft unterstütze dies. Laut Landesjägermeister Josef Eder habe seitens der Grünröcke nie Skepsis wegen einer Verwendung gegeben, nur sei man vorsichtig gegenüber einer zu raschen Einführung nicht ausgereifter Produkte gewesen. "Wenn heute sehr viel an nachweislicher Sicherheit und Qualität gegeben ist, werden die Salzburger Jägerinnen und Jäger sich dieser Naturschutzmaßnahme nicht verschließen."
PM/BS

Weitere Infos zu der Förderaktion finden Sie hier.

Einen Vergleichs-Test bleifreier Laborierungen finden Sie hier.

 

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