Home News Nashorn: Wilderei in Südafrika nimmt ab

Nashorn: Wilderei in Südafrika nimmt ab

Nashorn-in-Afrika © Erich Marek
Die Zahl gewilderter Nashörner sank im vergangenen Jahr in Südafrika.

Erfreuliche Meldung aus Südafrika: Wie das dortige Umweltministerium mitteilt, hat im vergangenen Jahr die Anzahl gewilderter Nashörner weiter abgenommen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl von 769 auf 594 Tiere, die aufgrund ihres wertvollen Horns getötet wurden. Der illegale Handel mit geschützten Arten stellt laut der südafrikanischen Umweltministerin Barbara Creecy eine hoch entwickelte Form der international organisierten Kriminalität dar. Man habe daher Maßnahmen ergriffen, um die Ergreifung von Wilderern und Verfolgung solcher Straftaten zu verbessern. „Der Rückgang der Wilderei in den letzten fünf Jahren sei ein Ergebnis der guten Arbeit der Männer und Frauen, welche täglich ihr Leben im Kampf gegen die Nashorn-Wilderei einsetzen und dabei oftmals direkt in Kontakt mit skrupellosen Wilderen kommen“, so die Ministerin. 

Lange Freiheitsstrafen für Wilderer

Allein im bekannten und bei Touristen beliebten Krüger-Nationalpark wurden im Jahr 2019 insgesamt 327 Nashorn-Kadaver gefunden. Dort konnten in dem Jahr jedoch auch 178 Wilderer festgenommen werden. In ganz Südafrika wurden aufgrund von Wilderei und/ oder Hornhandel 332 Personen verhaftet und 85 Schusswaffen konfisziert. Sechs Angeklagte wurden im vergangenen Jahr zu Freiheitsstrafen von 15 Jahren oder länger verurteilt. 75 Personen mussten für zwei bis fünf Jahre ins Gefängnis.

Heilmittel in China und Vietnam

Speziell in Vietnam und China ist Nashorn-Horn beliebt und wird ähnlich teuer wie Gold gehandelt. Wie der WWF berichtet, ist das Horn in der traditionellen Medizin noch verbreitet. Neben krebsheilenden Eigenschaften wird ihm auch eine entgiftenden Wirkung, beispielsweise nach einer durchzechten Nacht, zugeschrieben. Medizinische Beweise gibt es dafür jedoch nicht.


Kathrin Führes
geboren in Lingen, Jagdschein seit 2014, hat nach dem Abitur Forstwissenschaft an der TU München studiert und ist nun seit 2015 bei der PIRSCH.
Thumbnail