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Narkose statt Abschuss

Die Jäger mit dem Hirschen. Foto: Loitfellner © Loitfellner

Die Jäger mit dem Hirschen. Foto: Loitfellner


Seit Anfang Mai trieb sich der ungerade 20-Ender in der Nähe von Rauris (Bezirk Zell am See) herum. Zu dieser Zeit zeigte er sich mal hier und mal da, mied aber noch die Häuser und Gärten der Gemeinde. „Er war immer so halbwild“, berichtete Hegemeister Otto Loitfellner gegenüber jagderleben. Erst als er verfegt hatte, zog es ihn nachts in die Gärten, um sich an den mit Gemüse gepflanzten Beeten der Anwohner zu laben. Aggressiv sei er aber nie gewesen.
Dennoch musste der Hirsch weg. Zu gefährlich war seine Anwesenheit in Straßen- und Menschennähe. „Wir wussten ja nicht wie er reagiert.“ Eine Abschuss-Erlaubnis wurde ausgeteilt. Doch den Grünröcken um Loitfellner war das auf Deutsch gesagt einfach zu blöd. Sie riefen einen Berufsjäger mit Narkosegewehr zu Hilfe. Dieser betäubte dann das auf den fünften oder sechsten Kopf geschätzte Tier leicht, sodass es aber noch auf seinen eigenen Läufen stehen konnte. Zur Freude der Jäger. Loitfellner: „Fast wie ein Hund ist er uns auf den Viehanhänger gefolgt.“ Danach ging es für den Geweihten in einen Tierpark. Alles habe vollkommen problemlos funktioniert. Äußerlich wurden keine Verletzungen festgestellt, die Grund für die Zutraulichkeit hätten sein können. Die Jäger vermuten, dass er aus einem Gehege ausgebrochen war.
BS