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Nandus bald bejagbar?

Die Nandu-Population in Mecklenburg-Vorpommern hat sich in diesem Jahr mehr als verdoppelt (Symbolbild). © Pixabay.com/ Hans Braxmeier

Immer mehr Nandus leben in Mecklenburg-Vorpommern. Dies Ergab die Herbstzählung des Landwirtschaftsministeriums. Demnach wurden insgesamt 566 Nandus gezählt. Davon 144 Altvögel, 294 Jungvögel und 128 nicht weiter spezifizierbare Tiere. Damit wurden im Herbst mehr als doppelt so viele Nandus gezählt, wie im Frühjahr. Damals waren nach Auskunft des Landwirtschaftsministeriums 205 Vögel gezählt worden.

Eier werden manipuliert

Es wird versucht, dem starken Wachstum der Population im Biosphärenreservat Schaalsee-Elbe durch Manipulation der Eier Einhalt zu gebieten. Laut Ministerium wurden 190 der 238 gefundenen Eier manipuliert, indem man diese anbohrte oder mit Paraffin überzog. „Die aktuelle Entwicklung ist für mich Anlass prüfen zu lassen, ob weitere Möglichkeiten bestehen, mit denen wir dem Populationsanstieg entgegenwirken können“, so der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus. Die Nandus sorgen für große Schäden an landwirtschaftlichen Flächen. Dabei solle auch geprüft werden, ob die Vögel ins Jagdrecht aufgenommen werden könnten, da dies von Landwirten gefordert wurde, erklärte eine Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums gegenüber der Redaktion. PM/ SBA


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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