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Nandus zum Abschuss frei

Foto: El Gaucho-fotolia © El Gaucho-fotolia

Im Biosphärenreservat "Schaalsee" dürfen ab sofort zu Untersuchungszwecken zehn Nandus geschossen werden. Dies teilte der Pressesprecher des schleswig-holsteinischen Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Christian Seyfert, gegenüber jagderleben.de mit. Für diese Aktion hat das Ministerium einen Jagdausübungsberechtigten bestimmt, der die eigentlich dem Artenschutzabkommen unterliegenden Tiere dem zirka 30 kopfstarken Bestand entnehmen soll. Der Haupteinstand liegt in einem Gebiet der ehemaligen innerdeutschen Grenze, zwischen den Bundesländern Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.
Durch den Abschuss der straußenähnlichen Laufvögel, die vor einigen Jahren einem Privatgehege entflohen sind, soll untersucht werden, ob sich die Tiere zu Nahrungskonkurrenten gegenüber dem sensiblen Kranichbesatz entwickelt haben. Sollten die Mageninhalt-Untersuchungen ergeben, dass die Nandus heimische Arten verdrängen, muss nach Ansicht des Ministeriums eine Ausbreitung verhindert werden. Laut "Ostsee-Zeitung" werden bereits erste Stimmen von Landeskundlern laut, die das Vorhaben stark kritisieren. BS


Benedikt Schwenen ist seit 2011 bei den dlv-Jagdmedien. Der gebürtige Emsländer beschäftigt sich überwiegend mit aktuellen und jagdpolitischen Themen.
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