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Nandu: Erste Bestandszahlen nach Abschussfreigabe vorgelegt

Eva Grun mit Drahthaar. © Laura Grun
Eva Grun
am
Dienstag, 08.12.2020 - 15:12
Nandu-Feld © Martin Grimm - stock.adobe.com
Die Nandupopulation wird zweimal jährlich (Frühjahr, Herbst) erfasst.

Wie das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt in Mecklenburg-Vorpommern heute bekannt gab, wurden im Rahmen der Herbstzählung am 13. November insgesamt 291 Nandus bestätigt. Diese gliedern sich in 151 Altvögel und 72 Jungvögel aus diesem Jahr. Bei 68 weiteren Vögeln konnte das Alter sowie das Geschlecht nicht genau definiert werden. Die Arbeitsgruppe Nandumonitoring sowie Mitarbeitern des Biosphärenreservatsamtes Schaalsee-Elbe führten die Zählung durch. Im März 2020 lag die Zahl noch bei 247 gezählten Nandus.

Seit 2016 wird die Nandu-Population erfasst. Die Daten der Herbstzählung ergab damals 266 Tiere. Im Jahr darauf sank die Zahl auf 244. 2018 jedoch konnte sich die Population mehr als verdoppeln und umfasste insgesamt 566 Vögel. Seitdem nahm die Anzahl der Nandus ab und betrug 2019 noch 456 Stück.

Nandus unterliegen dem Jagdrecht in Mecklenburg-Vorpommern

Seit diesem Jahr unterliegen Nandus in Mecklenburg-Vorpommern dem Jagdrecht. Die "Verordnung zur Änderung der Jagdzeitenverordnung und weiterer Verordnungen im Jagdrecht" wurde am 31. März von Dr. Till Backhaus (SPD) unterzeichnet und erschien am 2. April im Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 11 (GVOBl. M-V S. 126). Demnach besitzen Küken und Jährlinge eine ganzjährige Jagdzeit. Ab dem Alter von zwei Jahren gilt für Hähne und Hennen eine Jagdzeit vom 1. November bis 31. März.

Ursprünglich stammt der Laufvogel aus Südamerika und zählt in Deutschland zu den Neozoen, wie beispielsweise Damwild oder der Fasan. Mehreren Nandus gelang es zwischen 1999 und 2001 aus Gehegen in Schleswig-Holstein nördlich des Ratzeburger Sees auszubrechen.

„Nach einer Einschätzung des Bundesamtes für Naturschutz gilt der Nandu zurzeit nicht als invasiv, da bislang nicht nachgewiesen werden konnte, dass die Art negative Auswirkungen auf heimische Arten hat“, so das Landwirtschaftsministerium weiter. Daher stehe er auf der „Grauen Liste“ und werde intensiv beobachtet.


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