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Namibia: Wildtier-Versteigerung gegen das Verdursten

Rund 600 Büffel sollen versteigert werden. © Erich Marek

Rund 600 Büffel sollen versteigert werden.


Nachdem Namibia bereits 2018 unter einer großen Dürre litt und über 60.000 Tiere infolge der fehlenden Nahrung starben, deutet sich für dieses Jahr eine Katastrophe an. Experten vermuten, dass Teile Namibias unter der größten Dürre seit 90 Jahren leiden werden. Um Wildtiere vorm verhungern zu retten, hat das Umweltministerium nun eine ungewöhnliche Idee. Mehr als 1.000 Wildtiere aus unterschiedlichen Nationalparks sollen in einer Auktion versteigert werden.

Erlös soll für Artenschutz verwendet werden

Neben rund 600 Büffeln aus dem Waterberg Plateau Park – damit würde die Population dort auf knapp 400 sinken – stehen 150 Springböcke, 65 Oryx sowie 35 Elenantilopen und 16 Kudus zum Verkauf. Außerdem sollen 28 Elefanten und 60 Giraffen im Rahmen der ungewöhnlichen Auktion angeboten werden. „Der Weidezustand in den meisten unserer Parks ist extrem schlecht und wenn wir die Anzahl der Tiere nicht reduzieren, werden viele der Tiere verhungern“, so der Sprecher des Umweltministeriums Romeo Muyunda.

Doch mit dem Verkauf will man nicht nur die Tiere vorm Hungertod bewahren und die Anzahl des Wildes auf eine händelbare Größe reduzieren, sondern auch Geld in die Kassen für den Artenschutz und das Park-Mangament spülen. Die Initiatoren erhoffen sich rund 1,1 Millionen US-Doller Einnahmen. Als Zielgruppe des Wildtier-Verkaufs werden vor allem private Wildfarmen gesehen.


Kathrin Führes geboren in Lingen, Jagdschein seit 2014, hat nach dem Abitur Forstwissenschaft an der TU München studiert und ist nun seit 2015 bei der PIRSCH.
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