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Nächtliches Betretungsverbot wegen Wolfsschützern

Jäger steht mit Waffe bei Mond nachts im Wald. © Eike Mross

Durch ein nächtliches Betretungsverbot soll die Schwarzwildjagd in der Vollmondphase nicht gestört werden.


Zwei Jagdgenossenschaften im Kreis Nienburg (Niedersachsen) haben nächtliche Betretungsverbote für insgesamt 1.700 Hektar Wald und Wiesen ausgesprochen. Diese liegen im Revier des zum Abschuss freigegebenen Problemwolfes "GW717m"Hintergrund seien Störaktionen durch Wolfsschützer. Diese treffen sich regelmäßig bei Tag und Nacht zu Wanderungen mit Hunden im Streifgebiet des Rodewalder Rudels. Dadurch wollen sie den Abschuss erschweren. "Die Aktivisten beunruhigen das Wild. Die Behinderung der Wildschweinjagd ist ein massiver Folgeschaden nach Freigabe des Rodewalder Rüden", so einer der Landwirte im Gespräch mit der deutschen Presseagentur.

Die Jagdgenossen wollen zum Zwecke der Jagd auf Schwarzwild in den kommenden Vollmondnächten für Ruhe in den Gebieten sorgen, auch um mögliche Wildschäden zu vermeiden. Durch die Unruhe in den letzten Wochen seien deutlich weniger Schwarzkittel erlegt worden. Zudem solle verhindert werden, dass bei der Jagdausübung Menschen zu Schaden kommen. Die Sperrung soll vom 17. April bis zum 24. April in der Zeit zwischen 18.00 und 8.00 Uhr gelten.

Sperrung laut Landkreis rechtens

Auf Nachfrage unserer Redaktion beim Landratsamt Nienburg, ob dieses Vorgehen rechtens sei, gab ein Mitarbeiter an, dass die Grundeigentümer ein Betretungsverbot von bis zu einer Woche auf den eigenen Flächen aussprechen dürfen. Das Verbot ist daher auch ohne weitere Genehmigung gültig.


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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