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Nächster Wolf darf entnommen werden

Dieser Wolf wurde am 1. März in Wildeshausen abgelichtet. Foto: NonstopNews © NonstopNews

Dieser Wolf wurde am 1. März in Wildeshausen abgelichtet. Foto: NonstopNews


Der Wolf hat sich in den vergangenen Tagen in zwei Ortschaften aufgehalten. In Wildeshausen im Landkreis Oldenburg wurde er von Anwohnern gesehen und fotografiert. Laut dem Norddeutschen Rundfunk seien es sogar mehrere Grauhunde gewesen. Das niedersächsische Umweltministerium hat nun aufgrund zu befürchtender Gefahren die Genehmigung zur Vergrämung mit Gummigeschossen, Betäubung und finalen Entnahme erteilt. Der wohl junge streunende Isegrim zeige keine Scheu vor Menschen und verhalte sich atypisch. Dies bestätigte auch ein Wolfsberater vor Ort. Anders als in Schleswig-Holstein sollen mehrere Personen die Ausnahmegenehmigung erhalten, berichtet Ministeriumssprecher Rudi Zimmeck gegenüber jagderleben: „Wir befinden uns derzeit noch in Abstimmung mit den Behörden. Doch neben Wolfsberatern und Veterinären sollen auch Jäger mit der Befähigung zur Fernimmobilisierung an der Durchführung der Maßnahme beteiligt werden.“
BS

Aktualisierung vom 4. März:

Wie das niedersächsische Umweltministerium mitteilt, soll nun versucht werden, den verhaltensauffälligen Wolf einzufangen. Dazu werden die Landkreise Cloppenburg, Ammerland, Oldenburg Vechta, Nienburg und Diepholz aufgerufen, Personen zu benennen, die man mit der Immobilisierung und Vergrämung beauftragen könne. Der betäubte Grauhund werde dann zu Untersuchungszwecken und zur eventuellen Besenderung in die Auffangstation des Wildparks Lüneburger Heide oder in die Quarantänestation im Tierpark Görlitz gebracht. "Beim Freilassen erfolgt mit sofortigem Beginn eine Vergrämung", heißt es in einer Pressemitteilung des Ministeriums. Die Wanderung soll durch Telemetrie verfolgt werden. Gegebenfalls seien weitere gezielte Vergrämungsmaßnahmen bei andauerndem auffällligem Verhalten vorzunehmen.
Abschließend heißt es: "Wenn vom Wolf eine drohende Gefahr für Menschen ausgeht, kann dessen Tötung im Rahmen des rechtfertigenden Notstandes (§ 34 StGB, § 228 BGB) erfolgen..."
PM