Home News Nächster Totfund

Nächster Totfund

am
Dienstag, 01.12.2015 - 01:10
Das ist der zweite Wolf der dieses Jahr im Ländle überfahren wurde. Foto: FVA © FVA

Autofahrer entdeckten den wolfsähnlichen Kadaver auf der A 8 östlich von Merklingen (Alb-Donau-Kreis). Die Erstbegutachtung übernahm zunächst ein Vertreter der örtlichen Kreisjägervereinigung. Wenig später bestätigten Experten der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) sowie des Büro Lupus in Sachsen den Verdacht. Nach ersten Einschätzungen handelt es sich um einen jungen Rüden. Die Herkunft des Tieres soll nun das Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin (IZW) klären. In Frage komme eine Zuwanderung aus den Alpen oder auch aus der Population in Ostdeutschland, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz.
„Zwei Wolfsfunde innerhalb kurzer Zeit (...) machen deutlich, dass wir mit weiteren Tieren rechnen können“, sagte gestern Nuturschutzminister Alexander Bonde. Erst Ende Juni verendete ein Artvertreter auf der A5 nahe Freiburg. Sorgen macht sich der Minister nicht. Weder sehe er Gefahren für den Menschen, noch sei der Wolf „originär auf Nutztiere aus“. Er sieht das Bundesland durch einen Maßnahmenkatalog gut auf den Rückkehrer vorbereitet.
PM