Home News Nächste Schlappe für Remmel und Co.

Nächste Schlappe für Remmel und Co.

Hauskatze: Jetzt wurden Fundbüros zur Annahme verpflichtet. Foto: Hartmut910/pixelio © Hartmut910/pixelio
Hauskatze: Jetzt wurden Fundbüros zur Annahme verpflichtet. Foto: Hartmut910/pixelio © Hartmut910/pixelio

Hauskatze: Jetzt wurden Fundbüros zur Annahme verpflichtet. Foto: Hartmut910/pixelio

Die Grünröcke des Landes hatten nach der Einführung des "Ökologischen Jagdgesetzes" durch die rot-grüne Regierung ein Problem. Sie wussten nicht, was sie mit Hauskatzen tun sollen, die in ihre Lebendfallen tappen. Getötet werden dürfen sie nicht mehr und auch das Aussetzen von Haustieren ist verboten. Also blieb ihnen nur die Möglichkeit, die Tiere zur nächsten Fundannahmestelle zu bringen. Doch die Gemeinde Ascheberg im Kreis Coesfeld hatte sich vergangenes Jahr geweigert. Der betroffene Jagdaufseher wehrte sich dagegen vor dem Verwaltungsgericht Münster (wir berichteten). Dieses unterstützte die Ansicht des Fallenjägers, dass Fundbüros sich der "Sache" annehmen müssen. Damit gab sich Ascheberg aber nicht zufrieden und legte Beschwerde beim höchsten Verwaltungsgericht des Landes ein. Per Eilbeschluss haben jetzt die Richter dem Ganzen ein Ende gesetzt. Denn gegen diese Entscheidung können keine Rechtsmittel eingelegt werden (Az. 5 B 1265/15).
In der Begründung heißt es, dass sich die Gemeinde um abgelieferte Katzen, egal ob Freigänger oder sichtlich herrenlos, kümmern müssen – und zwar sofort. Auch wenn keine Möglichkeit bestünde, Fundtiere tierschutzgemäß unterzubringen. Ebenso könne man dem Finder den Verbleib, bis eine konforme Bleibe gefunden ist, nicht zumuten.
Leidtragende neben den Gemeindemitarbeitern werden durch den Beschluss vor allem die Katzen sein. Das macht einmal mehr deutlich, dass das neue Jagdgesetz weder zu Ende gedacht wurde, noch in seiner jetzigen Form lange Bestand haben dürfte. Der Druck auf die Regierungsparteien und der Ruf nach Änderungen werden so nicht nachlassen.
BS