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Nachtzielgeräte: Bundesregierung muss sich positionieren

Die Bundesregierung muss sich zeitnah zu Nachtzielgeräten bei der Jagd positionieren. Die FDP-Fraktion hat eine Kleine Anfrage an den Bundestag gestellt. © FS

Die FDP-Fraktion hat eine Kleine Anfrage zu „Nachtzielgeräten bei der Jagd“ im Bundestag gestellt. Die Beantwortung durch die Bundesregierung steht noch aus, jedoch seien Regierung und Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mit der intensiven Prüfung von Für und Wider einer Freigabe von Nachtzielgeräten beschäftigt. Der Parlamentarische Staatssekretär im BMEL – Michael Stübgen – betonte, man müsse bei der ASP-Prävention auch auf innovative technische Lösungen setzen, soweit dies „jagdethisch und sicherheitspolitisch“ vertretbar sei. Dies berichtet „topagrar online“.

Grundsätzliche Haltung zu Nachtzieltechnik

Die Anfrage der FDP betont vor allem eine bessere Treffpunktlage und das verbesserte Ansprechen von Schwarzwild bei der Verwendung von Nachtzielgeräten und fordert die Bundesregierung auf, Stellung zu beziehen.

Für die Jägerschaft von besonderer Bedeutung dürfte vor allem die die grundsätzliche Fragestellung der Anfrage sein, ob die „Bundesregierung eine Freigabe von Nachtzielgeräten zur intensiven Bejagung von Schwarzwild für sinnvoll“ hält. Insbesondere, da die Jägerschaft per Bundesjagdgesetz zu einer verstärkten Bejagung von Schwarzwild behördlich verpflichtet werden kann.

Umfangreiche Studie liefert Ergebnisse

Grundlage zur Entscheidungsfindung bildet unter anderem der Abschlussbericht der von der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) erstellten Studie: „Brennpunkt Schwarzwild: Projekt zur Entwicklung innovativer regionaler Konzepte“. Im Video äußert sich einer der Studienteilnehmer zu den Erfahrungen des mehrjährigen Testlaufs. CL


Christian Liehner Redaktionsvolontär bei den dlv-Jagdmedien. Aufgewachsen am Bodensee. Jagdschein während des Studiums der Politikwissenschaft und Geschichte in Freiburg.
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