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Nachtsichtvorsatzgeräte und mehr Kirrungen erlaubt

Ab 1. März 2018 gilt die Verordnung für Nachtsichtvorsatzgeräte in Baden-Württemberg.


Das Landwirtschaftsministerium Baden-Württemberg hat über eine Verordnung zur Durchführungsverordnung des Jagd- und Wildtiermanagementgesetz (JWMG) den Einsatz von Nachtsichtvorsatzgeräten erlaubt. Darin heißt es:

„Zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest sowie zur Vermeidung erheblicher landwirtschaftlicher Schäden ist die Verwendung von künstlichen Lichtquellen sowie Nachtsichtvorsätzen und Nachtsichtaufsätzen für Zielhilfsmittel, zum Beispiel Zielfernrohre, die einen Bildwandler oder eine elektronische Verstärkung besitzen und für Schusswaffen bestimmt sind, beim Fangen und Erlegen von Schwarzwild vom Verbot des § 31 Absatz 1 Nummer 10 Buchstabe a JWMG ausgenommen.“

Verordnung zeitlich befristet

Durch eine Erhöhung der pro Jagdbezirk für Schwarzwild mindestens zulässigen Kirrungen von zwei auf fünf soll außerdem die Möglichkeit eröffnet werden, den Jagderfolg bei der Ansitzjagd zu steigern. Zusätzlich wurde die Jagdzeit für Schwarzwild aller Altersklassen auch auf die jetzt im März beginnende Jagdruhezeit ausgeweitet. Dies gilt auf allen Flächen, auf denen die Jagd ausgeübt werden darf, unter Beachtung des Elterntierschutzes.

Die Verordnung tritt ab 1. März 2018 in Kraft und gilt dann befristet auf ein Jahr bis zum 28. Februar 2019. Ab dann muss die Zahl der Kirrungen wieder reduziert werden und die Jagdruhezeit gilt dann unter den bisherigen Vorgaben auch wieder für Schwarzwild. Der Einsatz von Nachtsichtvorsatzgeräten und Taschenlampen fällt auch weiterhin nicht mehr unter die Sachlichen Verbote des JWMG, diese Änderung wird auch in Zukunft Bestand haben. PM/RW


Rasso Walch Der studierte Förster stammt aus einer traditionellen Jägerfamilie und hat seine Jägerprüfung bereits im Alter von 14 Jahren abgelegt.
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