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Nachtsichttechnik in NRW: Vorsicht bei der Verwendung!

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Kathrin Führes
am
Donnerstag, 13.05.2021 - 15:09
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Hochsitz-bei-Nacht © MKS - stock.adobe.com
Bei der Nachtjagd müssen Jäger in NRW bei der Wahl ihrer Geräte einiges beachten.

Seit Anfang des Jahres sind Nachtsichtaufsatz- und Nachtsichtvorsatzgeräte in Nordrhein-Westfalen für die Jagd auf Schwarzwild zugelassen. Gegenüber der Redaktion erklärt ein Sprecher des Umweltministeriums jedoch, dass in NRW nur Nachtsichtvor- und -aufsätze in Form von Restlichtverstärkern eingesetzt werden dürfen. Jene dürfen auch nur mittels Adapter an das Zielfernrohr montiert werden. Geräte mit eigener Montageeinrichtung sowie die Verwendung von Wärmebildtechnik oder von restlichtverstärkenden Geräten mit Bildwandlern seien unzulässig. 

Zudem sind Vorgaben im Zuge der Schussabgabe zu beachten: So darf nur von einem erhöhten Ansitz aus und nur auf einen maximale Distanz von 100 Metern geschossen werden.

Technisch würden Wärmebildgeräte kein reales Bild abbilden

Das Ministerium begründet diese Entscheidungen mit der hohen Bevölkerungsdichte in Nordrhein-Westfalen und der damit verbundenen „besonderen Verantwortung hinsichtlich der Sicherheit.“ Technisch würden Wärmebildgeräte kein reales Bild abbilden, sondern lediglich Temperaturunterschiede zeigen, die über einen Algorithmus verrechnet werden. Bei Geräten mit Bildwandlern schaut man auf ein von der Technik erstelltes Bild, d.h. auf einen Bildschirm. Folglich ist das Spektrum der Bildwandlung viel weiter, da Bildwandler sowohl sichtbares Licht als auch Wärme umwandeln können. Bei der Zulassung von Bildwandlern lässt sich auch nicht mehr so ohne weiteres unterscheiden, ob diese sichtbares Licht „verstärken“ oder Wärme verwenden, so das Ministerium in einer Ausführung dazu. „Bei Wärmebildgeräten besteht daher eine erhöhte Gefahr der Geschossablenkung durch nicht erkennbare Hindernisse mit geringerer Wärmeabstrahlung im Schussfeld oder nicht klar bestimmbaren Kugelfang im Hintergelände“, erläutert ein Ministeriumssprecher.


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