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Nachtsichttechnik: Freigabe in Bayern wird erleichtert

Kathrin-Fuehres © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Donnerstag, 05.03.2020 - 17:09
Jaeger-Nachtsicht-Wiese © EG
Mit Nachtsichtgeräten sollen bayerische Jäger künftig einfacher Schwarzwild bejagen können.

In Bayern konnten Jäger mit hohen Schwarzwildvorkommen bisher nach einer Beauftragung Nachtsichtvor- und -aufsatzgeräte verwenden. Die Verwaltungspraxis wurde mit Veröffentlichung des Dritten Waffenrechtsänderungsgesetzes nun angepasst.

Zwar bleiben „künstliche Lichtquellen, Vorrichtungen zum Anstrahlen oder Beleuchten des Zieles oder Nachtzielgeräte, die einen Bildwandler oder eine elektronische Verstärkung besitzen oder für Schusswaffen bestimmt sind“ weiterhin jagdrechtlich verboten, jedoch kann die untere Jagdbehörden dieses Verbot aus besonderen Gründen einschränken. Als besonderer Grund gilt demnach das „Vorkommen von Schwarzwild“. Zu der Frage, wie ein "Vorkommen" genauer definiert sei, gab das Bayerische Landwirtschaftsministerium gegenüber der Redaktion an, dass die fachliche Bewertung der Anträge der zuständigen Unteren Jagdbehörde obliege.

Eingesetzte Technik muss nicht mehr "spezifiziert" werden

Revierpächter können, unter Angabe der besonderen Gründe und des Personenkreises, die Einzelanordnung beantragen. Die eingesetzte Technik muss dabei nicht mehr „spezifiziert“ werden. Es dürfen sowohl Geräte mit Wärmebildtechnik, als auch Restlichtverstärker eingesetzt werden, auch wenn die „elektronische Verstärkung“ technisch bedingt mit Hilfe einer künstlichen Lichtquelle erfolgt. Auch dürfen Jäger demnach Vorrichtungen, die das Ziel ohne Restlichtverstärker beleuchten ("z.B. Taschenlampen mit Verbindung zur Jagdlangwaffe"), bei der Jagdausübung auf Schwarzwild verwenden.

Mit der Änderung wird auch das Ein- und Übungsschießen der Technik auf Schießständen erlaubt. Durch die Änderung werden die bisher erteilten Beauftragungen widerrufen und bestehende Einzelanordnungen müssen der neuen Gesetzeslage angepasst werden.