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Nachtsichttechnik: BKA veröffentlicht Merkblatt

Hannah Reutter. © Hannah Reutter
Hannah Reutter
am
Freitag, 05.06.2020 - 06:48
Schwarzwild-Nachtsicht © Erich Marek/ EG
Nachtsichtvorsatzgeräte dürfen laut dem neuen WaffG von Inhabern eines gültigen Jagdscheins verwendet werden. Jagdrechtliche Verbote bleiben jedoch davon unberührt.

Das Bundeskriminalamt veröffentlichte nun das Merkblatt zu Nachtsichtvorsätzen und Nachtsichtaufsätzen. Dies war bereits seit der Waffenrechtsnovellierung Anfang des Jahres angekündigt. Seit der Waffenrechtsänderung ist die Verwendung von Nachtsichtvor- und -aufsätzen für jagdliche Zwecke erlaubt. In dem Merkblatt werden die verschiedenen Gerätetypen näher definiert, waffenrechtlich bewertet und außerdem auf die Pflichten beim Umgang mit Nachtsichttechnik hingewiesen.

IR-Strahler dürfen nicht eingebaut sein

In der waffenrechtlichen Definition von Dual-Use-Geräten geht das BKA unter anderem darauf ein, dass die erlaubten Geräte über kein Absehen und keine Montageeinrichtung verfügen dürfen, sondern durch einen Adapter mit der Zieloptik verbunden werden. Das BKA betont weiterhin, dass die Regelung ausschließlich für Jäger bei der unmittelbaren Jagdausübung gelten würde. Die „unmittelbare Jagdausübung“ wird vom BKA definiert mit „Erlegen und Beobachten von Wild und das jagdliche Übungsschießen“.

Jedoch dürfen die verwendeten Geräte über keine integrierten Vorrichtungen zum Beleuchten oder Anstrahlen des Ziels (z.B. IR-Strahler, Lampen) verfügen. Teilweise hatten die Länder diesen Punkt des Waffenrechts anders interpretiert.  


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