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Nachtjagd wird Kühen zum Verhängnis

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Donnerstag, 28.11.2013 - 01:09
Almvieh: Drei Tiere starben, weil sie nachts mit Wild verwechselt wurden. Foto: JMB © JMB
Almvieh: Drei Tiere starben, weil sie nachts mit Wild verwechselt wurden. Foto: JMB

Der Vorfall ereignete sich bereits am 11. November, doch erst Anfang dieser Woche wurde die Bezirkshauptmannschaft darüber in Kenntnis gesetzt. Die Tiere gehörten laut „Kurier“ dem Bürgermeister der Gemeinde Prigglitz, Franz Teix. Er war es auch, der Anzeige erstattete. Eine Kuh war sofort tot, zwei weitere mussten aufgrund ihrer Verletzungen später eingeschläfert werden, bestätigte eine Sprecherin der Landespolizeidirektion Niederösterreich gegenüber der Redaktion. Inzwischen wurden dem Schützen die Jagdkarte entzogen und ein Waffenverbot auferlegt.
Aufsehen erregt der Fall innerhalb der Jägerschaft auch deshalb, weil der dortige Jagdbezirk in Verdacht steht, dass er von "Öko-Jägern" bejagt wird. Der Geschäftsführer des Niederösterreichischen Jagdverbands, Dr. Peter Lebersorger, verurteilte den Fall aufs Schärfste. Ihm Gespräch mit jagderleben sagte auch er, dass das Revier vom Ökologischen Jagdverband Österreich bewirtschaftet wird. Seine Vermutung: „Da werden offenbar unbedarfte Jäger auf den Hochsitz gesetzt, die auf alles schießen, was sich bewegt.“ Weiter sagte Lebersorger, dass der Schütze die Schutzbehauptung aufstellte, die Kühe für Schwarzwild gehalten zu haben. Vermutlich aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit, die Schüsse wurden zwischen 22.00 und 23.00 Uhr abgegeben. Auch in Niederösterreich herrscht auf wiederkäuendes Wild Nachtjagdverbot. Lebersorger abschließend: „Wir werden mit allen Mitteln gegen den Mann vorgehen.“
BS

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