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Nachtjagd in BW: Keine behördliche Beauftragung mehr nötig!

Hannah Reutter. © Hannah Reutter
Hannah Reutter
am
Freitag, 03.04.2020 - 17:26
In mehreren Bundesländern ist die Jagd mit Nachtischtvorsatztechnik auf Schwarzwild erlaubt. © Eva Grun
In mehreren Bundesländern ist die Jagd mit Nachtischtvorsatztechnik auf Schwarzwild erlaubt.

Durch das Dritte Waffenrechtsänderungsgesetz stellte sich auch die Frage, wie in Baden-Württemberg zukünftig mit der Verwendung von Nachtziel- und Wärmebildaufsatzgeräten bei der Jagd auf Schwarzwild umgegangen wird. Bislang war die Verwendung durch eine revierbezogene Beauftragung, welche durch die Unteren Jagdbehörden erteilt wurde, möglich und war an eine Monitoringpflicht gebunden.

Die Oberste Jagdbehörde in Baden-Württemberg hat hierzu am heutigen Freitag ein Schreiben an die Unteren Jagdbehörden der Landkreise sowie die Jagdverbände versendet. Demnach entfällt die Verwaltungspraxis der Beauftragungen sowie die bisherige Monitoringpflicht.

Taschenlampe erlaubt – allerdings ohne Montage!

In dem Schreiben heißt es: „Mithin dürfen die genannten Dual-use-Geräte landesweit, aber ausschließlich zum Erlegen von Schwarzwild, von allen Inhaberinnen und Inhabern von Jagdscheinen ohne die weiteren sonstigen Restriktionen des Schreibens vom 16. Mai 2018 (Ziff. II und III) verwendet werden.“

Weiterhin dürfen Taschenlampen eingesetzt werden, so lange diese nicht mit der Waffe verbunden sind.

Durch die neue Regelung darf jeder, der im Besitz eines gültigen Jagdscheines ist, Nachtsichtvorsätze und Nachtsichtaufsätze für Zielhilfsmittel (z. B. Zielfernrohre), die einen Bildwandler oder eine elektronische Verstärkung besitzen, bei der Jagd auf Schwarzwild verwenden. 

Auf Rückfrage der Redaktion, wie es sich mit eingebauten IR-Strahlern verhalte, verwies das Ministerium auf die "Positivliste" des Bundeskriminalamtes, auf welcher die Geräte aufgelistet sind, welche verwendet werden dürfen. 


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