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Nabu-Projekt verliert

Auch die Wildkatzen werden sich über das Preisgeld freuen. Foto: WWF © WWF
Auch die Wildkatzen werden sich über das Preisgeld freuen. Foto: WWF © WWF

Auch die Wildkatzen werden sich über das Preisgeld freuen. Foto: WWF

Zum zweiten Mal wird er vergeben – der WWF-Sonderpreis der Green-Tec-Awards (GTA). Doch dieses Jahr verleiht ein Manipulationsversuch dem mit 5.000 Euro dotierten Preis besondere Brisanz. Per Online-Voting konnten Interessierte vom 06. November 2014 bis zum 11. Januar auf der GTA-Homepage abstimmen. Es gab 10 Nominierungen. Darunter auch ein Projekt des Nabu Berlin (Renaturierung des Flughafens Tegel) und das Wildkatzenprojekt des Jagdvereins Hubertus Eschwege. Erst kurz vor Ende der Abstimmungszeit überholte das Nabu-Projekt mit nur wenigen Stimmen das lang führende Projekt der Eschweger Jäger.
Jetzt kam heraus, dass die entscheidenden Stimmen manipuliert waren, deshalb das Nabu-Projekt der Titel aberkannt wurde und eine Schiedsstelle den Jägerverein als neuen Preisträger bestimmte. Dies bestätigte auch WWF-Sprecher Roland Gramling: „Aufgefallen ist es uns durch schnelle Stimmenzuwächse in kurzer Zeit, etwa 500 Stimmen gingen von der gleichen IP-Adresse ein.“ Viel zu sagen hatte der Pressesprecher zu dem Vorfall nicht. Zum einen habe er Angst vor Nachahmern, zum anderen befürchtet er einen Abschreckungseffekt, wenn zukünftige Bewerber von Kontrollmechanismen des WWF erfahren würden. Gleichzeitig verwies er auf das Datenschutzrecht: „Wir sind der WWF und nicht die NSA.“ Green-Tec wollte sich telefonisch zum Manipulationversuch nicht äußern.
MH


Aktualisierung vom 11. Februar:

In einer schriftlichen Stellungnahme weist GTA auf einen fairen und transparenten Wettbewerb hin: Man sei für Manipulaitonsversuche gewappnet – dies garantieren einerseits die unabhängigen Kontrollen durch den TÜV Nord , andererseits die Verwendung von Verschlüsselungstechniken, die automatisierte Betrugsversuche unterbinden. Initiator, Sven Krüger, versichert, "dass man alles tue, damit Manipulationen nicht möglich sind, beziehungsweise konsequent und für alle nachvollziebar ausgeschlossen werden können."
MH