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Nabu-Chef diffamiert Jägerschaft

Homepage-Ausriss mit dem Projektlogo. Foto: Luchsprojekt Nordthüringen © Luchsprojekt Nordthüringen

Während der Abschlussveranstaltung des Luchsprojekts "ein Waldgeist kehrt zurück" in Worbis (Nord-Thüringen) hat sich der Vorsitzende der Nabu-Gruppe Eichsfeld, Arne Willenberg, besorgt über die Zukunft des Luchses in Deutschland geäußert. Er sehe vor allem die starke Verinselung der Populationen als Problem, sagte Willenberg der "Thüringer Allgemeine" (TA) am vergangenen Freitag (21. Juni). Und weiter: "Vermutlich werden mehr Luchse gewildert, als uns klar ist".
Den Vorwurf der Wilderei ließ die Worbiser Jägerschaft nicht lange auf sich sitzen. "Feindbilder braucht nur jemand, dem die Argumente abhanden gekommen sind", konterte der Vorsitzende Hartmut Schafberg angefressen am Dienstag (25. Juni), ebenfalls in der TA. Willenberg stelle das Handeln der Jäger bewusst falsch dar und das, obwohl man das Luchsprojekt von Beginn an begleitet habe. Der Nabu-Chef solle seine Vorwürfe beweisen, sonst überdenke man ein juristisches Nachspiel.
Willenberg äußerte darüber hinaus, dass er Gespräche mit Jägern zwar immer gesucht habe, diese aber stets reserviert blieben und "emotional diskutieren und handeln". Der Vorwurf der starken Emotionalität verwundert gerade aus Willenbergs Mund: "sein" Luchsprojekt arbeitete mit einem Logo (siehe Bild), das den Luchs aus der Sicht eines Kindes zeigt und an ein Kuscheltier erinnert.
Die Förderung des Projekts läuft nun nach drei Jahren aus.
MW