Home News Mysteriöser Wolfstod

Mysteriöser Wolfstod

Der Straßenverkehr fordert auch bei Wölfen seinen Tribut. Foto: Büro LUPUS © Büro LUPUS

Der erste Unfall wurde am Freitag gemeldet. Zwei Jäger fanden im Kreis Bautzen einen toten Wolf und verständigten die Polizei, die wiederum das "Wolfsbüro Lupus" kontaktierten. Nach genauerer Begutachtung der Unfallspuren, konnte festgestellt werden, dass sich Isegrim etwa hundert Meter hochflüchtig auf der Waldstraße befand. Ebenso konnten Fahrspuren, jedoch keine Bremsspuren ausgemacht werden, teilte Vanessa Ludwig vom "Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz" gegenüber jagderleben.de mit. Der Wolf versuchte offenbar links und rechts auszuweichen, was ihm jedoch aufgrund der Wildschutzzäune nicht gelang. Der Kadaver wird derzeit vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin untersucht, um herauszufinden, ob es sich um eine "Todeshetze" handelt.
Von einem zweiten Wildunfall mit einem Wolf berichtet ein Sprecher der Görlitzer Polizei. Am Sonntag meldete ein Autofahrer einen Zusammenstoß. Nachdem der Wolf in den Wald flüchtete, informierten die Ordnungshüter auch in diesem Fall die Fachleute vom Wolfsbüro. Erstmalig – seit der Rückkehr der Raubtiere – konnte ein verletzter Wolf gefunden, eingefangen und einer Wildtierauffangstation zur medizinischen Versorgung übergeben werden. Ludwig zeigt sich zuversichtlich, dass der Wolf schon bald wieder in die Freiheit entlassen werden kann. BS