Home News Mysteriöser Fall von Wilderei

Mysteriöser Fall von Wilderei

Der gewilderte Rehbock mit abschnittenem Haupt, sowie dem deutlichen Ausschuss. Foto: Polizei


Nur wenige hundert Meter vom Ortsrand der Gemeinde Esselborn entfernt hatten Spaziergänger den Bock ohne Haupt gefunden. Dort lag er gut sichtbar auf einer Wiese direkt neben einem Feldweg. Sofort verständigten sie den Revierinhaber.
Dieser stellte neben den Schnitten am Träger auch eine außergewöhnlich große Schusswunde fest. Außerdem hatte das Reh eine alte Verletzung am rechten Vorderlauf. Auch die Mitjäger des Pächters konnten sich den Vorfall nicht erklären, sodass sich der Verdacht auf Wilderei erhärtete und Anzeige gegen Unbekannt erstattet wurde.
Der für die Ermittlungen zuständige Kriminalkommissar – selbst Jäger – bezeichnete das Ganze gegenüber jagderleben als sehr ungewöhnlich. Denn normalerweise würden die Täter das Wildbret mitnehmen, hier wurde jedoch nur der Kopf entwendet. Eine mögliche Erklärung dafür wäre aus Sicht des Ordnungshüters, dass der Wilderer beim Bergen des Stückes gestört wurde. Dass es nur um die Trophäe ging, kann sich der Beamte nicht vorstellen, denn die Böcke befinden sich aktuell noch im Bast. Auch der extrem große Ausschuss wirft für ihn Fragen nach dem verwendeten Kaliber auf.
Zur Aufklärung des Falls bittet die Polizei Alzey daher um sachdienliche Hinweise unter der Rufnummer 06731-9110.
RW

 


Rasso Walch Der studierte Förster stammt aus einer traditionellen Jägerfamilie und hat seine Jägerprüfung bereits im Alter von 14 Jahren abgelegt.
Thumbnail