Home News Mysteriöse Todfunde

Mysteriöse Todfunde

Das ist das Haupt von einem der verluderten Rothirsche. Foto: H. Hoffmann © H. Hoffmann

Das ist das Haupt von einem der verluderten Rothirsche. Foto: H. Hoffmann


Mittlerweile sind es neun Stücke, die auf ungeklärte Weise verendet sind. Erstmals stießen Angestellte der Arenbergischen Forstverwaltung im September 2014 auf einen Rothirsch. In der anschließenden Brunft dann weitere Todfunde. „Am Anfang hatten wir den Verdacht, dass es sich um geforkelte Hirsche handelt“, sagte Forstdirektor Holger Hoffmann im Gespräch mit der Redaktion. Aufgrund des stark verwesten Zustandes hätte man nicht mehr sagen können, woran die überwiegend mittelalten Kronenhirsche eingegangen sind.

Vor wenigen Tagen stießen Waldarbeiter erneut auf Kadaver. "Zwei Hirsche, darunter ein kapitaler 18-Ender, und ein Alttier", so Hoffmann. Dieses Mal war es noch merkwürdiger: Die verluderten Stücke lagen im Umkreis von etwa 100 Metern um einen Hochsitz. Für ihn ist klar, dass ein Wilderer in dem Gebiet am Werk ist. Als Motiv für die Taten sieht er die „pure Lust am Töten", denn von keinem der Tiere sei die Trophähe entfernt worden. Ebenfalls blieb das Wildbret wohl unberührt. Der Forstdirektor glaubt, dass von dem etwaigen Täter sogar eine Gefahr für die Forstbediensteten ausgeht. Auch deshalb habe man, wie schon im Vorjahr, die Polizei über die Geschehnisse informiert und erneut Anzeige erstattet.
Betroffen sei nur ein kleines abgelegenes Gebiet im Hellenthaler Wald. Dieses weist jedoch die höchste Rotwilddichte im Forstamt auf. Aktuell könne nur der Verkehr als Todesursache sicher ausgeschlossen werden, denn Straßen seien von den Fundorten kilometerweit entfernt, so der ermittelnde Polizist Klaus-Peter Meyer.

MH