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Mutwillige Zerstörung

Ohne Werkzeug lässt sich eine massiv gebaute Kanzel wohl kaum derart zurichten. Foto: JE © Privat

"Es ist immer dasselbe", stöhnt Revierinhaber Thomas P.: "Jedes Jahr zur Ferienzeit ziehen marodierende Jugendliche durch den Wald und leben ihre Zerstörungswut aus." Der Waidmann weiß, wovon er spricht, denn er hat schon zweimal welche erwischt. Besonders schwer haben sie es ihm nicht gemacht: "Einmal haben sie ein Handy, ein andermal einen Strafzettel am Tatort vergessen oder verloren."
Im letzten Jahr habe er eine Gruppe von elf Jugendlichen dingfest gemacht. "Als ich die fragte, warum sie das gemacht haben, antworteten sie: Einfach so.", berichtet P. Die Jugendlichen kamen dem Revierinhaber zufolge aus sozial benachteiligten Familien: "Die Mutter drogenabhängig, der Vater im Knast, ungefähr so muss man sich das vorstellen." Umso höher rechnet er es den Kids an, dass einige nach der Tat bei ihm vorbeikamen und sich entschuldigten.
Auch dieses Mal geht die Polizei davon aus, dass es sich bei den Tätern nicht um militante Jagdgegner handelt. Doch im Unterschied zu den bisherigen Vorfällen, kam in diesem Jahr Werkzeug bei der Zerstörungsaktion zum Einsatz. Auch deshalb hat Thomas P. erstmals eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung der Übeltäter führen. Die Schäden sind mittlerweile behoben. Aber die nächsten Ferien kommen bestimmt. SE

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