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Mutmaßliche Wilderei aufgedeckt– Wanderer alarmieren Polizei

Phil Kahrs © Phil Kahrs
Phil Kahrs
am
Dienstag, 18.01.2022 - 16:01
AKT-Entenjagd-Saale-Holzland-PHK © rodimovpavel - stock.adobe.com
Die erlegte Ente konnte von den Hunden des Jägers nicht apportiert werden.

Am Freitag, den 14. Januar 2022, wurden der Polizei Saale-Holzland am Nachmittag mehrere Schüsse nahe der Ortschaft Kahla gemeldet. Wanderer hatten diese im Bereich zwischen der Saale und dem örtlichen Betonwerk vernommen. Nach der Meldung der Schüsse entdeckten die Freizeitsuchenden später einen ihnen verdächtigen Mann – auf dem Rücken eine Langwaffe. Ihn begleiteten zwei Hunde und drei Kinder. Nach Aussage der Wanderer trieben zudem in der Saale mehrere Enten. Hier einen Zusammenhang vermutend, informierten sie die Polizei über die vermeintliche Fluchtrichtung des Mannes und seiner Gefolgschaft. Dieser war bereits auf dem Wanderweg entlang der Saale Richtung Badweg aufgebrochen. Die eingesetzten Beamten konnten jedoch weder Mann noch Kinder oder Hunde ausfindig machen. Was war geschehen?

Verdacht des Verstoßes gegen das Tierschutz-, Jagd- und Waffengesetz

Am Ende konnte der Verdacht hinsichtlich mehrerer Straftaten, die vermeintlich sogar noch im Beisein von Kindern verübt worden waren, sich nicht erhärten. Ganz im Gegenteil: wie der zuständige Jagdpächter gegenüber der Polizei erklärte, war in seinem Revier ein Jagdausübungsberechtigter mit seinen Kindern auf die Pirsch gegangen, um Enten zu jagen. Nachdem er eine Ente erlegt hatte, war es seinen Jagdhunden nicht gelungen, diese aus der Strömung der Saale zu apportieren. In diesem Fall schwammen zwar keine Felle davon jedoch die erlegte Ente. Ohne Beute kehrte der Mann mit den Kindern und Hunden nach Hause zurück. So löste sich nicht nur vermutlich der Traum vom abendlichen Entenbraten in Luft auf, sondern glücklicherweise auch eine mögliche Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Tierschutz-, Jagd- und Waffengesetz. Das teilte auf Rückfrage die Polizeiinspektion Saale-Holzland mit.


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