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Museum ehrt "Luise"

Diese Installation soll an die Erfolge der Polizeisau Luise erinnern. Foto: Polizeiakademie NI © Polizeiakademie NI

Das Schwein schrieb Polizeigeschichte als Drogenspürschwein bei der Suche nach Rauschgift und Strengstoff. Luise war mit ihrem Geruchssinn in der Lage, Drogenverstecke in bis zu zwei Spatenstiche tiefer Lage zu orten oder Sprengstoff zu finden, selbst wenn der sich in einem Misthaufen befand. Auch konnte sie diese Stoffe in Koffern, Kisten oder anderen Behältnissen erschnüffeln. Luise war von 1984 bis 1987 bei der Polizei Niedersachsen als Suchtier für Rauschgift und Sprengstoff ausgebildet und eingesetzt worden. Sie war weltweit das erste Schwein im Dienst der Polizei und fand sogar die Aufnahme in das Guinnessbuch der Rekorde.
Der damalige Leiter des Polizeidiensthundewesens, Werner Franke, wollte prüfen, ob sich Wildschweine mit ihrem außergewöhnlichen Geruchsvermögen ebenso wie Hunde als Suchtmittelspürtiere für den Polizeidienst eignen. Franke hatte bei Spürhunden den Nachteil bemerkt, dass sie bei heißem Wetter ins Hecheln kommen und nicht mehr richtig suchen. Wildschweine dagegen zeigen ständig einen ausgesprochenen Wühltrieb, da sie naturgemäß Nahrung im Boden suchen. Der Versuch, die Fähigkeiten eines Wildschweines für den Polizeidienst zu nutzen, war zwar erfolgreich, doch wurde keine Nachfolgerin eingestellt. Hunde seien vielseitiger einsetzbar und einfacher im Umgang. Ein beispielhaft präpariertes Wildschwein mit dem Führgeschirr und der Leine erinnert jetzt im Polizeimuseum an den Erfolg Luises.
PB