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Muntjaks sorgen für Aufruhr in Schleswig-Holstein

Eva Grun mit Drahthaar. © Laura Grun
Eva Grun
am
Sonntag, 26.04.2020 - 07:22
Muntjak-erlegt © Florian Standke
Chinesische Muntjaks gelten in Deutschland als invasive Art.

Anfang April wurde ein junges Muntjak nahe Kosel (Landkreis Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Holstein) gefunden. Wie die Eckernförder Zeitung berichtet, konnte es von zwei Männern eingefangen werden. Die beiden Finder hatten anschließend die Polizei sowie das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) informiert. Das Jungtier wurde in ein Gatter gebracht. Passanten fanden wenig später ein weiteres Muntjak. Dieses hatte sich in einem Zaun verfangen und war bereits tot. Ein drittes Exemplar sei flüchtig.

Kurz darauf wurden erneut Stücke der invasiven Tierart gesehen. Das LLFU habe sich dem Fall angenommen und versuche die Muntjaks einzufangen bzw. zu bejagen, so die Zeitung weiter. In sozialen Netzwerken haben Nutzer bereits über einen Wildunfall mit einem der Tiere berichtet. Laut Pressestelle der zuständigen Polizeidirektion sei die allgemeine Situation bekannt und der Besitzer sei zwischenzeitlich ermittelt worden.

Keine heimische Tierart

Das chinesische Muntjak stammt ursprünglich aus Asien. In Deutschland leben die Tiere meist in Tierparks oder Zoos – sehr selten auch als Gatterwild. Aus der freien Natur müssen die Zwerghirsche entnommen werden, da sie laut EU-Verordnung (Nr. 1143/2014) als invasive Art gelten.


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