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Munster zu klein für Wölfe

Einer der Wölfe auf dem Truppenübungsplatz Munster. Foto: Helge John/BImA © Helge John/BImA

Im Ortsteil Breloh sind auf einer Weide ein Mutterschaf und ein Lamm gerissen worden, berichtet Bundesförster und Wolfsberater Helge John gegenüber der Redaktion. Ein weiteres Mutterschaf musste aufgrund der Verletzungen eingeschläfert werden – ein zweites Lamm wurde in einem angrenzenden Graben verendet aufgefunden. Es war vermutlich aus Panik in das Gewässer gesprungen. Bei einem der Risse konnte der Förster soger einen Wolf beobachten.
"Der Truppenübungsplatz ist als Territorium für zwei erwachsene Wölfe und drei Welpen zu klein", sagte John. Die Tiere suchten deshalb auch außerhalb nach Beute. Die Schafshalterin bekommt für ihren Verlust eine Entschädigung vom Land. Dennoch kritisiert der Wolfsberater, dass das Land nicht in Präventivmaßnahmen investieren würde. Die Diplom-Biologin und Wolfsexpertin der Landesjägerschaft Niedersachsen, Britta Habbe, bringt es auf den Punkt: "Wenn Wölfe in der Umgebung sind, müssen Schafe und Ziegen geschützt werden. Sonst sind sie ein dankbares Futter."
Das kleine Rudel war erst vor kurzem mit Hilfe einer Wildkamera nachgewiesen worden. Die Altwölfe sollen einer genetischen Analyse zufolge aus zwei Rudeln in Sachsen stammen.
CS/BS