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Muffelsterben

Neben diesem Widder verendeten etwa 50 weitere Wildschafe.


Todesursache sei eine Lungenentzündung, die das aggressive aber häufige Bakterium Mannheimia Haemolytica ausgelöst habe, bestätigte Amtstierärztin Dr. Heidrun Grimm gegenüber uJ. „Die Krankheit ist weder melde- noch anzeigepflichtig. Eine dreiwöchige geschlossene Schneedecke, der damit verbundene schlechte körperliche Zustand sowie hohe Bestände mit Großrudelbildung, haben die Epedemie ausgelöst“, sagte Grimm.
Menschen könnten sich ebensfalls anstecken. Daher empfiehlt sie, Kadaver nur mit Handschuhen zu berühren und diese aus eigenem Interesse zu melden. Gefahr bestehe aber nicht, da die Krankheit behandelbar sei. Besorgt zeigte sich der Koordinator für den Muffelwildabschuss Lothar Kissel, der um die Bestände bangt. Außerdem lässt die Jägerschaft rechtlich prüfen, ob die Pächter wie von der Veterinärbehörde angeordnet, die Kadaver in einer Tierkörperbeseitigungsanlage entsorgen müssen. Unklar ist, woher der Erreger stammt. Eine Verbreitung dürch Gülle sei laut Dr. Grimm möglich.