Home News Mümmelman betreibt "Kräuter-Doping"

Mümmelman betreibt "Kräuter-Doping"

Kein Wunder, dass sie so sprichwörtlich schnell sind. Hasen besitzen einen Körper, um den sie so mancher Spitzensportler beneiden würde; zumindest um Teile davon. Denn allein das Hasenherz ist bereits von der Bauweise einem mühsam antrainierten Athletenherz sehr ähnlich: Die Muskelwände sind extra verstärkt und für das Pumpen großer Blutmengen ausgelegt.
In Sachen Ernährung kommen die Mümmelmänner bedenklich nah an aktives Doping. Die "Hasenapotheke" ist unter Jägern ja sprichwörtlich. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren, zum Beispiel Linolsäure, müssen Tiere mit der Nahrung aufnehmen, weil sie sie nicht selbst herstellen können. Gerade diese Stoffe aber sind entscheidend für den Aufbau und die Funktion der Skelettmuskulatur. Je mehr ein Tier davon im Muskelgewebe anreichert, desto schneller läuft, springt oder schwimmt es. Und im Vergleich mit anderen Säugetiere haben Feldhasen eine besonders hohe Konzentration dieser Fettsäuren in den Muskeln. Es macht sich also bezahlt, dass sie so wählerisch bei der Auswahl ihrer Äsung sind. CM
(Foto: Erich Marek)