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Mitten in Dorf vierSchafe gerissen

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Dienstag, 16.09.2014 - 02:00
Eines der gerissenen Schafe: Die Wölfe haben offenbar versucht, es aus der Weide zu ziehen. Foto: Carola Tuschmo © Carola Tuschmo
Eines der gerissenen Schafe: Die Wölfe haben offenbar versucht, es aus der Weide zu ziehen. Foto: Carola Tuschmo

Es sind die typischen Bilder von einem Wolfs-Beutezug, die Carola Tuschmo zu Gesicht bekam. Drei ihrer Schafe sind tot, Innereinen lagen überall. Ein weiteres war so schwer verletzt, dass es eingeschläfert werden musste. „Das Fünfte überlebt hoffentlich“, berichtet die Hobbyschäferin gegenüber jagderleben. Untypisch ist hingegen der Ort, an dem die Raubtiere zugeschlagen haben. Wolfsbeauftragte des Landkreises haben inzwischen eindeutig den Wolf als Verursacher bestätigt, vermutlich war es ein Rudel. Tuschmo: „Die mussten mindestens an fünf Häusern vorbei, um zu den Schafen zu kommen.“ Diese standen auf einer Weide, die wiederum mit einem massiven, zirka 1,30 Meter hohen Drahtzaun geschützt war.
„In der Tatnacht sind immer wieder die Bewegungsmelder angegangen, doch die Schafe blieben stumm“, erinnert sich Tuschmo. Nur ihre beiden Doggen hätten angeschlagen. Da die Vierbeiner jedoch seit über zwei Wochen nachts bellten und jedes mal nichts Ungewöhnliches beobachtet wurde, hätte sie sich keine besondere Gedanken gemacht.
Das Erschreckende sei, dass die Tiere jetzt bis ins Dorf kämen. „Und was uns am meisten ärgert, ist, dass wir das Wolfsbüro erst nicht erreichen konnten, die Verantwortlichen dann spät kamen und das einzige was die dann zu sagen haben: ‚Ihr habe eure Tiere nicht ausreichend geschützt!’ Ein toter Wolf hingegen wird sofort mit Blaulicht zur Obduktion nach Berlin gefahren“, so die Schäferin. Ebenso ärgerlich sei, dass die Wolfsbeauftragten gesagt hätten, sie seien in den vergangenen Tagen schon vier mal wegen Wolfrissen in der Gegend gewesen. „Aber davon wussten wir nichts, sonst hätten wir etwas unternommen.“
BS