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Ministerin weist Vorwürfe von Jägern zurück

Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) versteht die Kritik an ihrer neuen Jagdverordnung nicht. Foto: MULEWF © MULEWF

Erneut betonte Höfken, dass die geplante Novellierung der Landesjagdverordnung die tier- und artenschutzgerechte Jagd fördern und das eigenverantwortliche Handeln der Jägerinnen und Jäger stärken würde. Erstmals fällt jedoch das Wort "Mutterschutz": Alle entsprechenden Vorgaben des Jagd-, Natur- und Tierschutzrechts blieben natürlich unberührt und gelten weiterhin. An der seit 2002 bestehenden Verwaltungsanordnung zur Aufhebung der Schonzeit von Wildschweinen ändere sich auch nichts.
Ebenso gebe es kein gesetzliches Abschussgebot für Rot-, Dam- und Muffelwild außerhalb der Bewirtschaftungsbezirke. Dennoch dürften diese Wildarten aufgrund des "beträchtlichen Schadenspotentials" nicht außerhalb dieser Gebiete gehegt werden. Das gelte wiederum nicht für "doppelseitige Kronenhirsche", denn für sie solle sogar ein Erlegungsverbot herrschen, so Höfken. Damit will das Ministerium den genetischen Austausch gewährleisten. Das habe allerdings "nicht das Ziel einer Schonung von sogenannten Trophäenträgern".
Das neue Verordnungs-Konstrukt stellt die Belange des Waldes vor die Belange der Jagd. Höfken: "Dieser Grundsatz ist bereits im Landesjagdgesetz verankert, um die Wilddichte auf einem waldverträglichen Niveau zu halten." Das hätten auch der Ökologische Jagdverband, der Gemeinde- und Städtebund, sowie die Arbeitsgemeinschaft naturgemäße Waldwirtschaft ausdrücklich begrüßt, rechtfertigt sich die grüne Politikerin.
BS