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Minister nennt "Zauberformel" zur Niederwildhege

Minister Dr. Till Backhaus auf dem Landesjägertag. © FS

Minister Dr. Till Backhaus auf dem Landesjägertag.


In seiner Rede würdigte der Landwirtschaftsminister besonders die ehrenamtliche Tätigkeit von Jägerinnen und Jägern. Dabei sprach er vorallem ihren Einsatz für den Artenreichtum und die Pflege eines wichtigen Brauchtums an.

In Zukunft will sich Backhaus dafür einsetzen, dass weitere Tiere dem Jagdrecht unterstellt werden. Hierzu zählen Nebelkrähe, Rabenkrähe und Elster sowie Nilgans und Nutria. Gründe dafür seien Wild- und Artenschutz, die Verhinderung von Wildschäden sowie der Gewässerschutz. Das entsprechende Rechtsetzungsverfahren werde in Kürze mit der Verbandsanhörung eröffnet.

Mit dem Hinweis auf gebietsweise erhöhte Rot- und Damwildbestände forderte Backhaus mehr Objektivität beim Beurteilen von Bestandshöhen. Aktuell gilt der Frühjahrsbestand als Grundlage der Abschussplanung einer Hegegemeinschaft. Aus diesem Grund fordert er die Einführung eines Wildwirkungsmonitorings im Gesamtwald als neue Entscheidungsgrundlage.

Besorgt zeigte sich der Umweltminister über die viel zu klein gewordenen Niederwildbesätze. Es komme darauf an, dass die Diskussionsergebnisse aus dem im Februar in Linstow durchgeführten Niederwildsymposium nun schnell umgesetzt werden. "Biotopverbesserung plus gezieltes Prädatorenmanagement ist die Zauberformel zur Förderung des Niederwildes", betonte der Minister.

Ebenso bedankte er sich bei der Jügerschaft für ihren Einsatz bei der Bekämpfung der Geflügelpest. Dank dieser Mithilfe konnten verendet aufgefundene Wildvögel schnell untersucht werden. Auch jagdliche Einschränkungen seien zum Wohl der Allgemeinheit verlässlich in Kauf genommen worden. Gleichzeitig warnte er vor dem Hintergrund der Afrikanischen Schweinepest vor Jagdtourismus und dem illegalen Verbringen kontaminierten Materials aus dem Ausland.

Keilerwaffen © FS

Das Gewaff eines starken Keilers

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Das Trägerpräparat eine Widders

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